KON-MED: „Auf nach Berlin – Für die Guerilla und Kurdistan eintreten“

Der kurdische Dachverband KON-MED ruft zur bundesweiten Demonstration am Samstag in Berlin auf: „Lasst uns gemeinsam für den Widerstand der Guerilla und Kurdistan eintreten.“

Die Ko-Vorsitzenden des kurdischen Dachverbands KON-MED rufen zur Großdemonstration am 14. Mai in Berlin auf. Die Demonstration richtet sich gegen die türkischen Angriffe auf die südkurdischen Medya-Verteidigungsgebiete.

In der Erklärung von KON-MED heißt es: „Seit dem 17. April greift der türkische Staat erneut Kurdistan, insbesondere die Medya-Verteidigungsgebiete, an und zielt auf die Besetzung von Südkurdistan ab. Gleichzeitig attackiert die irakische Armee Şengal und die Angriffe auf Rojava nehmen zu. Der türkische Faschismus nimmt die Errungenschaft Kurdistans auf ganzer Linie ins Visier und es droht ein Massaker. Die Attacken des türkischen Staates finden zusammen mit der verräterischen Kollaboration der PDK statt und sollen den Widerstand der Freiheitsguerilla vernichten und so ganz Kurdistan schutzlos machen.

Gegen diese Angriffe leisten die Guerilla und das kurdische Volk an allen Orten umfassenden Widerstand. Die Verteidigung von Kurdistan dauert an. Der türkische Besatzerstaat hat schwere Schläge erlitten und greift nun zu chemischen Waffen. Er tritt damit jegliche menschlichen Werte und internationales Recht mit Füßen. Er bombardiert zivile Siedlungen und verübt Massaker. Die internationalen Mächte, die zu diesen Massakern schweigen, machen sich mitverantwortlich. Die europäischen Staaten verurteilen lautstark den Ukraine-Krieg, aber wenn es um die Kurd:innen und Kurdistan geht, verschließen sie die Augen und setzen ihre schmutzigen Allianzen fort.

Als KON-MED rufen wir die Bundesregierung, die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft auf, von ihrer von wirtschaftlichen Interessen geleiteten Unterstützung für den türkischen Kolonialstaat Abstand zu nehmen und sich gegen die Besetzung Kurdistans zu stellen.

Wir rufen unsere gesamte Community zur Demonstration auf“

Wir rufen alle Menschen, die in Deutschland leben, alle zivilgesellschaftlichen Organisationen, alle Intellektuellen und Künstler:innen, die an Demokratie glauben, dazu auf, Haltung zu beziehen, sich gegen die türkischen Angriffe zu stellen und an der Demonstration für die Freiheit des kurdischen Volkes teilzunehmen.

Für Samstag, den 14. Mai, rufen kurdische Organisationen gemeinsam zur Demonstration „Verteidigt Kurdistan gegen Besatzung und Verrat! Defend Kurdistan!“ auf. Durch die massenhafte Teilnahme am Protest können wir das Schweigen der Bundesregierung brechen. Wir können die türkische Besatzung und den Verrat der PDK gemeinsam anprangern. In diesem Zusammenhang sollten unsere Institutionen, Intellektuellen, Schriftsteller:innen und Akademiker:innen, insbesondere unsere Verbände und Räte in Deutschland, im Geiste einer gemeinsamen Mobilisierung ihre Stimme gegen Krieg und Völkermord erheben. Wir müssen Kurdistan an der Seite unserer Freiheitsguerilla mit all unserer Kraft verteidigen.

In diesem Sinne rufen wir unsere ganze in Deutschland lebende Community und alle Freund:innen, die gegen den Krieg sind, auf, sich am 14. Mai um 11 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin zu versammeln.“