HPG gedenken Kommandant Sabri Bagok

Der Guerillakommandant Sabri Bagok ist vor vier Jahren ums Leben gekommen. Die HPG würdigen den Gefallenen als großen Revolutionär, der 26 Jahre lang im Norden und Süden Kurdistans für Freiheit kämpfte.

Der Guerillakommandant Sabri Bagok ist vor vier Jahren gefallen. Die Volksverteidigungskräfte (HPG) haben Angaben zu seiner Identität veröffentlicht und erklären: „Zum Jahrestag seines Todes gedenken wir respektvoll unseres Weggefährten und Kommandanten Sabri Bagok. Er war ein opferbereiter Militanter von Rêber Apo, ein mutiger Kämpfer und ein großer Revolutionär.“ Der Familie des Gefallenen, der Bevölkerung von Mêrdîn und dem Volk Kurdistans sprechen die HPG ihr Beileid aus. Wie aus der Erklärung des HPG-Pressezentrums hervorgeht, wurde Sabri Bagok von Abdullah Öcalan ausgebildet und kämpfte 26 Jahre lang im Norden und Süden Kurdistans.

Codename: Sabri Bagok
Vor- und Nachname: Yahya Duman
Geburtsort: Mêrdîn
Namen von Mutter und Vater: Hanım – Mehmet
Todestag und -ort: 14. Januar 2020 / Medya-Verteidigungsgebiete

 
Sabri Bagok kam aus dem Torî-Gebiet und war unter seinen Weggefährt:innen auch als Sabri Torî bekannt. Seine Familie stammte aus Midyad, er selbst kam in Nisêbîn in der Provinz Mêrdîn zur Welt und wuchs in einem patriotischen Umfeld auf. Sein Cousin Dijwar (Abdurrahman Duman) ist 1996 in Dersim gefallen, sein Cousin Hogir (Feyruşah Duman) 2006 in Garzan. Sabri war in seiner Jugend ein begeisterter Sportler und ging bis zum Gymnasium in die Schule. Danach war er Arbeiter und arbeitete auch eine Zeitlang in Europa, bis er 1993 nach Kurdistan zurückkehrte und sich der PKK anschloss. Seine erste Ausbildung bekam er 1994 in der zentralen Parteischule von Abdullah Öcalan. Im selben Jahr ging er zur Guerilla nach Mêrdîn, wo er bis 2000 kämpfte und sich zu einem wertvollen Kommandanten entwickelte. Damals gab es noch kein militärisches Fachausbildungssystem bei der Guerilla und Sabri bereicherte die Guerillakampftaktik mit eigenen Ideen. Er war kreativ und wurde zu einem Spezialisten für Sabotagetaktik.


Zwischen 2000 und 2003 hielt sich Sabri Bagok in Qendîl und Xinere auf, danach war er in Gabar und in der Zap-Region. Er wurde Teil der Sondereinheit Hêzên Taybet und übernahm Aufgaben in der Kommandantur und in der Ausbildung. Bei einem Aufenthalt an der nach Mahsum Korkmaz benannten Militärakademie hatte er die Möglichkeit, seine bisherige Praxis zu hinterfragen und sich mit seiner eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Im Frühjahr 2011 übernahm er die Gebietskommandantur von Gabar und später am Herekol. In ganz Botan war er als mutiger, aufrichtiger, hart arbeitender und herzlicher Kommandant und Genosse bekannt. Nach einer intensiven Praxis war er ab 2017 wieder in den Medya-Verteidigungsgebieten. Trotz aufgetretener gesundheitlicher Beschwerden wollte er immer an vorderster Front bleiben. 2018 setzte er sich an der nach Sakine Cansız benannten PKK-Schule mit den Erfordernissen eines freien Lebens in der demokratischen Moderne auseinander. Aus dem Lehrgang ging er mit einem gestärkten Bewusstsein hervor und bekam die Aufgabe eines Regionalkommandanten übertragen. Die HPG erklären, dass Sabri Bagok bis zu seinem letzten Atemzug ein wegweisender Kommandant war.