Guerilla: Wir haben immer eine Antwort an den Feind

„Entweder haben wir Erfolg oder wir haben Erfolg, eine Alternative gibt es nicht“, sagt die kurdische Guerilla, die sich auf das 40. Kampfjahr der PKK vorbereitet.

Am 27. November feiert die Arbeiterpartei Kurdistans PKK ihr 40-jähriges Bestehen. ANF sprach mit Kämpferinnen und Kämpfern der Volksverteidigungskräfte HPG und der Frauenguerilla YJA-Star, die sich auf das 40. Jahr des Widerstandes vorbereiten. „Entweder haben wir Erfolg oder wir haben Erfolg, eine Alternative gibt es nicht“, sagten sie und wiesen auf die Errungenschaften des Befreiungskampfes der PKK der vergangenen vier Jahrzehnte hin. Die Guerilla sei entschlossen, ihren Kampf zum Sieg zu tragen. Zum 40. Jubiläum gratulierten die Kämpfer*innen zunächst dem auf der türkischen Gefängnisinsel in Isolationshaft gehaltenen kurdischen Vordenker Abdullah Öcalan, der Bevölkerung Kurdistans und den Völkern der Welt und gedachten der Gefallenen, die ihr Leben dem Befreiungskampf opferten.  

„Wir sind hier“

Hêvîdar Şîrvan: Unser Kampf dauert nun seit 40 Jahren an. Die ganze Welt sieht uns zu, während die hegemonialen Kräfte auf das Ende der PKK warten. Doch auch in schwierigen Zeiten ist es der Weg der PKK, der erleuchtet wird. Als Bewegung werden große Schritte getan. Wir haben immer eine Antwort für den Feind parat. Wir sind hier, und wir sind um ein hundertfaches entschlossener im Kampf gegen den Feind, der uns auslöschen will. Entweder haben wir Erfolg oder wir haben Erfolg, eine Alternative gibt es nicht“.

„Der Feind kann sich nicht behaupten“

Çekdar Artêş: Wenn wir PKK sagen, so denken wir an Esprit, Willen, Leidenschaft, Hoffnung, Leben, Freiheit und an den Kampf des kurdischen Volkes. In den letzten 40 Jahren hat der türkische Staat das Volk, die Freiheitsbewegung und die Guerilla mit schmutzigen Methoden angegriffen. Die speziellen Kriegskonzepte gibt es bereits seit 1978. Dem steht die PKK mit all ihren Erfolgen und Errungenschaften ihrem 40. Kampfjahr gegenüber.  Der Feind kann sich gegenüber der PKK nicht behaupten, weil die PKK eine tiefgründige Seele ist, der das freie Leben zugrunde liegt.

„Die PKK wächst jeden Tag“

Hûseyn Taxikê: Der Kampf und der Widerstand ist für alle sichtbar. Der Feind sagt zwar in jedem Jahr, dass er die PKK zerschlagen wird. Die PKK wächst aber von Tag zu Tag. Sowohl die Aktionen der Guerilla als auch der Widerstand der Bevölkerung sind offensichtlich. Der Feind mag davon reden, uns zu zerschlagen, für uns ist das unwichtig. Was auch kommen mag, wird auch das 40. Jahr ein Jahr des Sieges. In den freien Bergen wurde der Feind bereits besiegt, er hat auch keine Kraft. Außer Panzern, Artillerie und seiner Luftwaffe besitzt er nichts. Wir haben den Widerstand, der bis zuletzt andauern wird.

„Der Zusammenbruch des Feindes ist nah“

Xalis Amed: Der 27. November brachte große Veränderungen hervor, als dieser Tag seinen Platz im Schauplatz der Geschichte einnahm. Nach dem Martyrium des Genossen Haki Karer in der Gruppenphase entschied sich unser Vorsitzender, eine Partei zu gründen. Diese Entscheidung hat den Status Quo in Kurdistan und im Mittleren Osten zerstört. Am 27. November ist ein gesamtes Volk neu auferstanden. Dieser Kampf entwickelte sich mit den Anstrengungen unseres Vorsitzenden und der Gefallenen. Der soziale, politische und militärische Zusammenbruch des Feindes in Kurdistan ist für alle sichtbar. Aus diesem Grund können die Krisen des Mittleren Ostens nicht gelöst werden. Doch das 40. Jahr der PKK wird das Jahr des Sieges für das kurdische Volk, die Völker des Mittleren Ostens und aller Unterdrückten sein. Wir als Guerilla der HPG und Militante der PKK und des Vorsitzenden streben im 40. Kampfjahr nach der Freiheit Abdullah Öcalans.

„Privileg, PKK-Kämpferin zu sein“

Nûda Sason: Die PKK hat in jeder Hinsicht die Geschichte geprägt. Der in der PKK manifestierte Widerstandsgeist des Volkes ist auferstanden und hat nun seinen Höhepunkt erreicht. Dass wir auf 40 Jahre Widerstand zurückblicken und diesen feiern können, verdanken wir den Gefallenen. Es ist ein Privileg für uns, Kämpferinnen und Kämpfer dieser Bewegung zu sein.