Unterstützung von Google an Wikipedia – auch für Kurdisch

Google erweitert seine finanzielle Unterstützung für Wikipedia und ermöglicht dem Projekt zudem kostenlosen Zugriff auf automatisierte Übersetzung – auch für die kurdische Sprache.

Vor wenigen Tagen gab Google in einem Blogbeitrag bekannt, zwei Millionen Dollar an die Online-Enzyklopädie Wikipedia zu spenden. Schon in der Vergangenheit gab es auch größere Spenden von Google. Insgesamt beläuft sich der Beitrag von Google an Wikipedia in den letzten zehn Jahren auf mehr als 7,5 Millionen Dollar.

Die gemeinschaftliche Wissenssammlung Wikipedia arbeitet nach dem Grundsatz, dass Informationen für alle in gleichem Umfang zur Verfügung stehen sollten. Die Sprache soll dabei kein Hindernis sein. Dafür bietet die Wikimedia-Stiftung, eine gemeinnützige Gesellschaft, die hinter dem Projekt Wikipedia steckt, einen Übersetzungstool. Mehr als 400.000 Wikipedia-Artikel wurden damit bereits in andere Sprachen gebracht. Besonders der Ausbau von Inhalten in arabischer Sprache ist noch nicht weit voran geschritten. Bis jetzt gibt es nur etwa drei Prozent der Inhalte auf Arabisch, obwohl dies die meist gesprochene Sprache weltweit ist.

Neben der Geldhilfe bietet Google auch kostenlosen Zugriff auf einige seiner Cloud- und Machine-Learning-Werkzeuge. Damit möchte Google helfen, Wikipedia-Inhalte noch mehr Nutzern zugänglich zu machen. Im Blogbeitrag äußert sich Google, dass viele Sprachen auf Wikipedia noch stark unterrepräsentiert sind. Um die Verbreitung von Inhalten in mehreren Sprachen zu fördern, stellt das Unternehmen seine Google Translate API zur Verfügung. Diese umfasst viele Sprachen, die Wikipedia bislang noch gar nicht anbietet.

„Durch die Einführung von Google Translate als eines der maschinellen Übersetzungssysteme kann das Inhaltsübersetzungstool von Wikipedia nun weitere 15 Sprachen unterstützen, darunter Hausa, Kurdisch (Kurmancî/Nordkurdisch), Yoruba und Zulu. Heute kann das Content-Übersetzungstool von Wikipedia Übersetzungen in insgesamt 121 Sprachen ermöglichen“, sagte Lisa Gruwell vom Entwicklungsvorstand der Wikimedia-Stiftung.