Bayık: Erdoğan befahl das Massaker, Fidan hat es durchgeführt

Der Ko-Vorsitzende des KCK-Exekutivrats, Cemil Bayık, erklärte gegenüber Stêrk TV, das Massaker von Paris sei von Erdoğan angeordnet worden und der Leiter des türkischen Inlandsgeheimdienstes MIT, Hakan Fidan, hat es durchgeführt.

Der Ko-Vorsitzende des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften (KCK), Cemil Bayık, sprach im Rahmen des Programms „Rojeva Welat" von Stêrk TV über die „Revolutionäre Vergeltungsaktion Şehit Sakine Cansız". Bayık erklärte, dass das Massaker von Erdoğan angeordnet und die Vorbereitung von Hakan Fidan, dem Chef des türkischen Inlandsgeheimdienstes MIT übernommen wurde. „Mit der ‚Revolutionären Vergeltungsoperation Şehit Sakine Cansız´ der Volksverteidigungskräfte HPG gegen den MIT, sind viele Dinge ans Licht gekommen", so Bayık

Sie wollten den Willen Abdullah Öcalans brechen

„Es gab eine Operation gegen den MIT, und es gibt einen Grund, warum diese Operation ‚Revolutionäre Vergeltungsoperation Şehit Sakine Cansız´ genannt wurde. Denn Sakine Cansız und die anderen Genossinnen sind auf Erdoğans Befehl hin ermordet worden. Erdoğan gab Hakan Fidan den Auftrag und dieser organisierte das Massaker, es wurde voll und ganz vom MIT ausgeführt. Dieses Massaker wurde zu einem Zeitpunkt durchgeführt, als gerade die Treffen mit dem Vorsitzenden Apo [Abdullah Öcalan] stattfanden … Sakine Cansız gehörte zu den Gründer*innen der PKK. Sie hat einen historischen Platz im Gefängniswiderstand von Amed eingenommen. Sie nahm am ersten Kongress der Partei teil. Sie dachten, wenn Sakine Cansız während des Verhandlungsprozesses getötet wird, der Wille des Vorsitzenden Apo bricht und sie ihre Politik durchsetzen können, sie ihre Ziele erreichen. Hakan Fidan und Erdoğan sind die Mörder, sie haben das Massaker begangen und versucht, es der PKK anzuhängen. Sie wollten auf diese Weise einen Konflikt kreieren. Mit dem Massaker wollten sie außerdem die europäischen Staaten bedrohen und ihnen die Botschaft senden, dass sie von Bemühungen zur Lösung der kurdischen Frage Abstand halten sollen", so der Ko-Vorsitzenden der KCK.

Laut Bayık plante der türkische Staat mit dieser Operation gegen die PKK-Führung, der Partei einen derben Schlag versetzen zu können. Anstelle dessen kassierte jedoch der Staat durch die Gegenoperationen der HPG eine Niederlage ein. Bayık teilte folgende Informationen über die MIT-Führungskräfte, die sich in Haft bei der HPG befinden, mit: „Der türkische Staat hat immer auf großangelegte Operationen gegen unsere Bewegung gesetzt, aber wir haben immer darauf abgezielt, diese Operationen ins Leere laufen zu lassen und die Hoffnung unseres Volkes auf Freiheit zu stärken. Das war unsere Herangehensweise auch bei dieser Operation. Es gibt viele Beispiele von solchen Operationen in der Geschichte von Staaten, in denen Geheimdienste, die gegeneinander kämpfen, Mitglieder des gegnerischen Geheimdienstes töten oder entführen. Doch in der Geschichte revolutionärer Bewegungen sind solche Fälle eher selten. Der türkische Staat plante Entführungen und Morde gegen unsere Bewegung, aber es traf sie selbst.“

Sie wollen keine Stabilität in der Region

Mit dieser Operation ist die KCK in den Besitz einer Vielzahl von Dokumenten gelangt, die sie mit der Öffentlichkeit teilen werden. „Das AKP-MHP-Regime verlängert seine Herrschaft mit Hilfe des MIT. Sie versuchten sich über den Geheimdienst mit dem Islamischen Staat zu verbinden, um auf diese Weise ihre Ziele im Mittleren Osten zu erreichen. Es sind viele Dokumente aufgetaucht, welche die Beziehung des türkischen Staates zum IS und Al Nusra offenlegen; das ist mittlerweile der ganzen Welt bekannt. Der AKP-MHP-Faschismus versucht immer weiter, Chaos in Syrien und im Irak zu stiften, und sie setzen ihre Beziehungen zum IS und Al Nusra fort. Sie wollen keine Stabilität in der Region. Inmitten der Instabilität des Mittleren Ostens wollen sie ihre Ziele bestimmen. Doch weil ihre Politik gescheitert und sie in jedem Bereich besiegt sind, versuchen sie jetzt, durch Terror, Gewalt, Mord, Festnahmen und Drohungen zu Ergebnissen zu kommen“, so der KCK-Kovorsitzende.