Woche der Gefallenen: „Wir folgen ihrem Weg“

Zur Woche der Gefallenen ab dem 21. März rufen die kurdische Jugendbewegung sowie die Kampagnen Riseup4Rojava und Women Defend Rojava in Deutschland zu vielfältigen Aktionen des Gedenkens auf.

Die Woche zwischen dem 21. März, dem kurdischen Neujahrsfest (Newroz), und dem 28. März (Todestag von Mahsum Korkmaz, erster Kommandant der Guerilla) gilt in der kurdischen Freiheitsbewegung traditionell als die Woche der Gefallenen (ku. Hefteya Qehremanan), da in dieser Woche viele Freiheitskämpfer*innen ihr Leben für die Revolution gegeben haben. Die Kurdische Jugendbewegung in Europa (Tevgera Ciwanên Şoreşger ) sowie die Kampagnen Riseup4Rojava und Women Defend Rojava in Deutschland rufen dazu auf, in der Woche ab dem 21. März mit vielfältigen Aktionen an die Gefallenen zu gedenken. In dem Aufruf heißt es:

We Follow Their Path“

Die Gefallenen sind unsterblich; sie leben in unseren Herzen und deuten uns den Weg. Jeder Gefallene ist eine Philosophie des Lebens.

In der Geschichte der demokratischen Kräfte auf der ganzen Welt sind die Gefallenen der verschiedenen Bewegungen die wichtigste Bezugsquelle für Stärke und Kraft und richtungsweisend für die kämpfenden Genoss*innen. Das Gedenken an die Gefallenen und das Weiterführen ihrer Ziele, Ideen und Träume sind natürlicher und wichtiger Teil der Kämpfe. So waren die ermordeten Kommunard*innen der Pariser Kommune Vorbild für darauffolgende emanzipatorische Bewegungen, die erhängten Anarchisten vom Haymarket wurden Vorbild und führten zur Radikalisierung von Emma Goldman und Tausender Anarchist*innen, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden die Märtyrer der radikalen kommunistischen Bewegungen. All diese Kämpfe sind untereinander und mit uns verbunden. Viele Antifaschist*innen haben während der NS-Zeit in Deutschland ihr Leben im Widerstand gegeben, wie auch im Spanischen Bürgerkrieg und heute im Nahen und Mittleren Osten im Kampf gegen den Islamischen Staat und die Türkei. Sie alle haben nicht nur gegen den Faschismus und Unterdrückung gekämpft, sondern auch für eine freie, friedliche und solidarische Gesellschaft. Sie sind Teil auf dem Weg zu einer neuen Gesellschaft, für die auch wir heute und in Zukunft kämpfen werden.

Wir rufen auf, den Gefallenen unserer Kämpfe gemeinsam zu gedenken. Dieses Gedenken wollen wir gemeinsam, aber auf unterschiedliche Weise begehen. Unsere Aktionen werden die Vielfältigkeit der Ideen, Wege und Menschen, denen wir gedenken, widerspiegeln.

Das Gedenken kann beispielsweise in Form von regionalen Gedenkdemonstrationen, durch Gedenken an öffentlichen Plätzen oder im Freund*innenkreis, durch Straßenumbenennungen, Gedenktafeln stattfinden. Es können Boote schwimmen gelassen, Luftballons steigen gelassen, Bäume gepflanzt oder Kerzen entzündet, Gedichte, Zitate und Geschichten der Gefallenen geteilt werden.

Wir wollen bis zum 19. März Biografien, Geschichten und Zitate von Gefallenen sammeln. Beteiligt euch sehr gerne als Gruppen und Einzelpersonen daran. Schickt uns dafür bis zum 19. März bis zu einer A4-Seite Text über die Menschen, gerne mit einem Bild und einem Zitat. Wir bereiten diese dann in verschiedenen Formaten für Plakate, Social Media und Vorlagen für Banner, auf und stellen sie auf einen Blog, sodass alle Zugriff haben. Dieser kann dann auch darüber hinaus genutzt und gefüllt werden.

Biografien, Bilder und Zitate könnt ihr an: [email protected] schicken. Spätestens zum 19. März, gerne auch früher. Wir wollen die verschiedenen Aktionen mit dem gemeinsamen Hashtag #WeFollowTheirPath in Verbindung setzen.

Wir freuen uns auch, wenn ihr Berichte und Fotos von euren Aktionen an die gleiche E-Mail-Adresse schickt. Dann werden wir uns darum kümmern diese auch gesammelt zu veröffentlichen und an weitere Medienkanäle weiterleiten. Die Biografien und weitere Materalien werden auf der Seite https://wefollowtheirpath.blackblogs.org/ veröffentlicht.