Welt-Rojava-Tag in Köln

Aus Anlass des globalen Widerstandstags für Rojava hat auch in Köln eine Demonstration stattgefunden.

Wie in zahlreichen weiteren Städten weltweit hat auch in Köln eine Demonstration aus Anlass des „Welt-Rojava-Tag“ stattgefunden. Aufgerufen zu der Protestaktion gegen die türkische Invasion in Nordsyrien hatten die kurdische Föderation MED-Fed, die kurdische Frauenbewegung YJK-E und die Plattform „Defend Rojava“. Der Demonstrationszug, auf dem eine zwanzig Meter lange gelb-rot-grüne Fahne und zahlreiche Flaggen der YPG/YPJ getragen wurden, führte vom Kölner Dom zum Neumarkt.

Mit dabei war auch Xalîdê, der aus Serêkaniyê (Ras al-Ain) in Nordsyrien stammt. Die Stadt liegt in der türkischen Besatzungszone. Wie der Vater von drei Kindern erklärte, sind die meisten Menschen aus der Stadt und den umliegenden Dörfer vor den Invasionstruppen geflohen. Sein Bruder ist bei der Verteidigung der Region gefallen.

In Redebeiträgen auf der Abschlusskundgebung wurde auf das fortschrittliche Gesellschaftsmodell in Rojava hingewiesen, das auf den drei Standbeinen Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie basiert. „Aus diesem Grund verteidigen wir Rojava“, erklärte Lina vom Kölner „Defend Rojava“-Komitee.

Zum Abschluss trat der kurdische Musiker Diyar auf.