Solidarität mit Samstagsmüttern in Stuttgart und Basel

In Stuttgart und Basel haben Solidaritätsaktionen für die Istanbuler Samstagsmütter stattgefunden. Die Mütter fordern heute zum 800. Mal Auskunft über ihre verschwundenen Angehörigen und sind erneut von der türkischen Polizei angegriffen worden.

In Stuttgart und Basel haben Kundgebungen für die Istanbuler Samstagsmütter stattgefunden. Die 1995 von Müttern „Verschwundener“ in Istanbul gegründete Initiative ist heute zum 800. Mal in die Öffentlichkeit getreten, um die Praxis des „Verschwindenlassens“ in staatlichem Gewahrsam anzuprangern. Sie fordert die restlose Aufklärung der Fälle und die Bestrafung der Täter und Verantwortlichen. Die heutige Aktion am Galatasaray-Platz in Istanbul wurde von der Polizei angegriffen, es kam zu mehreren Festnahmen.

Das Stuttgarter Bündnis „Solidarität mit den Samstagsmüttern“ hat eine Kundgebung auf der Marstallstraße abgehalten. Es wurden Fotos von Verschwundenen präsentiert und Kerzen angezündet. Die Kundgebung begann mit einer Schweigeminute, anschließend wurde in Reden über den Kampf der Samstagsmütter informiert und Solidarität eingefordert.

Zu einer Kundgebung auf dem Claraplatz in Basel aufgerufen hatten die Schweizvertretung des Menschenrechtsvereins IHD und das Komitee ICAD, das sich international gegen die Praxis des Verwindenlassens engagiert.