KCDK-E ruft zu Demonstrationen gegen türkische Besatzung auf

Der kurdische Dachverband KCDK-E ruft für Samstag zur Teilnahme an Demonstrationen gegen die türkische Invasion in Südkurdistan auf. Protestaktionen sind in Europa, Kanada, Australien und Japan geplant.

Am 29. Juni finden in zahlreichen Städten Europas Demonstrationen gegen die türkische Besatzung von Südkurdistan statt. Auch in Kanada, Australien und Japan sind Protestaktionen geplant. Der kurdische Dachverband KCDK-E ruft zur Teilnahme auf und erklärt:

„Während die faschistische AKP/MHP-Regierung ihre kurdenfeindliche Politik rücksichtslos fortsetzt, werden die Angriffe auf die für einen hohen Preis errungenen Fortschritte des kurdischen Volkes ausgeweitet. Die auf eine dauerhafte Besatzung abzielende Invasion in Südkurdistan geht weiter. An vielen Stellen sind Stützpunkte und militärische Garnisonen errichtet worden.“

Besatzung mit Zustimmung der südkurdischen Machthaber

Die türkische Politik in Südkurdistan wird von der PDK-Regierung zugelassen und unterstützt, heißt es in der Erklärung des KCKD-E: „Die Peschmerga der PDK sind von strategischen Punkten abgezogen worden, ihre Stellungen werden dem türkischen Militär überlassen. Damit werden die Voraussetzungen für tödliche Angriffe der türkischen Armee auf die Zivilbevölkerung Südkurdistans geschaffen. Die PDK schweigt zu diesen Massakern und greift Zivilisten an, die gegen die türkische Besatzung protestieren.“

Vernichtungsfeldzug gegen die Kurden

„Der türkische Staat hat Efrîn besetzt und will den Kampf des kurdischen Volkes mit einem Vernichtungsfeldzug auslöschen. Alle Errungenschaften unseres Volkes sollen zunichte gemacht werden. Wer sich nicht gegen die Expansionspolitik des kolonialistischen türkischen Staates zur Wehr setzt, missachtet die Werte des kurdischen Volkes und macht sich mitschuldig an Massakern und Besatzung.“

Das Schweigen der irakischen Zentralregierung und der internationalen Institutionen zu der offensichtlichen Besatzung Südkurdistans mache die türkische Expansionspolitik erst möglich, so der kurdische Dachverband, der unter dem Motto „Nein zur Besatzung Südkurdistans“ zum Widerstand aufruft.