Hamburg: 500 Menschen zeigen Solidarität mit Rojava

In Hamburg kamen am frühen Abend etwa 500 solidarische Menschen überwiegend aus dem antifaschistischen Spektrum zusammen, um gegen den türkischen Angriffskrieg in Rojava zu demonstrieren. Erneut waren Fahnen der YPJ und YPG verboten.

In Hamburg kamen am frühen Abend etwa 500 solidarische Menschen überwiegend aus dem antifaschistischen Spektrum zusammen, um gegen den türkischen Angriffskrieg in Rojava beziehungsweise den Autonomiegebieten von Nord- und Ostsyrien (AANES) zu demonstrieren. Sie folgten damit dem Aufruf der Kampagne #RiseUp4Rojava, die zu einem „Tag X“ im Falle eines Angriffskrieges auf Rojava aufgerufen hatten. Seit der Nacht zu Sonntag bombardiert die türkische Luftwaffe die Gebiete der AANES, auch Südkurdistan (Nordirak) ist von dem Luftterror betroffen.

Die Demonstration begann am Jungfernstieg, erneut waren Fahnen der YPJ und YPG verboten. Vertreter:innen der kurdischen Community kündigten an, gegen das Verbot zu klagen, da es in Hamburg längst einen Gerichtsbeschluss gibt, dass die Flaggen nicht verboten ist.

Die Sprecher:innen verurteilten die Waffenbrüderschaft der Bundesregierung mit der Türkei und berichteten über die Situation in Rojava, vor allem in Dêrik, wo elf Zivilist:innen durch die türkischen Luftangriffe ermordet wurden. Der Besuch von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SDP) in der Türkei und ihre Kritiklosigkeit gegenüber dem Angriffskrieg der Türkei in Rojava und Südkurdistan wurde betont.

Die Teilnehmenden riefen immer wieder „Jin Jiyan Azadî“ und „Bijî Berxwedana Rojava“. Beendet wurde die Demonstration mit vielen Fahnen der YPG und YPJ vor der Roten Flora, an der früher am Tag ein neues Wandbild zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November angebracht wurde.

Die Demoleitung rief dazu auf, sich an der Demonstration gegen das PKK-Verbot am Samstag in Berlin sowie an der Demonstration am Freitag zum Tag gegen Gewalt an Frauen in Hamburg zu beteiligen.