YBŞ-Kämpfer in Şengal tödlich verunglückt

Der YBŞ-Kämpfer Şoreş Hebabî ist in Xanesor an den Folgen eines tödlichen Unfalls gestorben. Die ezidischen Widerstandseinheiten sprechen seinen Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Wie die Generalkommandantur der ezidischen Widerstandseinheiten YBŞ (Yekinêyên Berxwedana Şengalê) mitteilt, ist ihr Kämpfer Şoreş Hebabî an den Folgen eines tödlichen Unfalls gestorben. Der Unfall ereignete sich vor zwei Tagen in der Kleinstadt Xanesor (Khanasor), die im ezidischen Hauptsiedlungsgebiet Şengal liegt.

                            

Codename: Şoreş Hebabî

Vor- und Nachname: Silêman Mirad Nemir Xelef

Namen von Mutter und Vater: Mîrcan – Mirad

Geburtsort: Şengal

Todestag und -ort: 5. August 2020 / Xanesor

 

Şoreş Hebabî wurde in Şengal als Sohn einer patriotischen Familie geboren, die sich ihrer Kultur und Heimat, ihrem Glauben und ihrer Geschichte tief verbunden fühlt. „Diese Tatsache führte dazu, dass Şoreş bereits in jungen Jahren ein äußerst geschärftes Bewusstsein für die Bedeutung seines Mutterlandes entwickelte“, so die YBŞ. Die Widerstandseinheiten beschreiben ihren Kämpfer als selbstlosen Verfechter der ezidischen Identität und Werte seiner Gemeinschaft. Für die Verteidigung seines Volkes habe er sich bereits früh den Reihen der Widerstandsbewegung der Ezidinnen und Eziden angeschlossen.

„Şoreş Hebabî war selbstlos und fleißig. Stets versuchte er, die ihm übertragenen Aufgaben erfolgreich zu erfüllen. Auch wenn er mit Schwierigkeiten konfrontiert wurde, gab er nie auf und war bemüht, sich zu verbessern. Er stellte all sein Wissen, seine Erfahrung, seine Kreativität und seine Existenz in den Dienst seines Volkes. Wir bleiben ihm immer verbunden.”

Angesichts des Verlusts von Şoreş Hebabî sprechen die YBŞ seinen Angehörigen und allen Menschen Şengals ihr Mitgefühl aus: „Wir versprechen, den Kampf für die Sache unserer Gefallenen zu stärken und unseren Marsch für die Freiheit fortzusetzen.“