Ebex: Erfrorene Schutzsuchende können nicht geborgen werden

Aufgrund der Wetterbedingungen können die mutmaßlich 13 erfrorenen Schutzsuchenden im Grenzgebiet zwischen der Türkei und dem Iran nicht geborgen werden.

Im nordkurdischen Provinz Wan (Van) toben schwere Schneestürme. Aufgrund der Wetterbedingungen konnten die mutmaßlich dreizehn erfrorenen Schutzsuchenden im Landkreis Ebex (Çaldıran) noch immer nicht geborgen werden.

Am 9. Februar waren in der Nähe des Dorfes Nawro (Sarıçimen) zehn afghanische und drei syrisch-kurdische Flüchtlinge erfroren. Der Vorsteher des etwa zehn Kilometer von der türkisch-iranischen Grenze nach Ostkurdistan entfernten Ortes, Şaban Ülgen, erklärte: „Die Bergungsteams hätten hier am Sonntag eintreffen müssen, aber aufgrund der schweren Wetterbedingungen und den blockierten Straßen war dies nicht möglich. Weder die Dorfbevölkerung, die Militärpolizei noch irgendjemand sonst konnte die Leichen bisher erreichen.“

Im vergangenen Jahr sind mindestens 37 Schutzsuchende in der Provinz Wan erfroren, 17 weitere starben bei einem Verkehrsunfall. Ebenfalls am 9. Februar wurden am Ufer des Wan-Sees 30 Schutzsuchende entdeckt, die kurz vor dem Erfrieren waren. Aufgrund der auch durch EU-Mittel hochgerüsteten Grenze müssen Schutzsuchende auf immer gefährlichere Routen ausweichen.