Der Guerillawiderstand gegen die Besatzung geht weiter: 34 tote Soldaten

Nach Angaben der HPG sind weitere 34 Soldaten im Zuge der türkischen Invasion in Südkurdistan ums Leben gekommen. Die Angriffe der türkischen Armee konzentrieren sich auf die Regionen Zap und Avaşîn, die Guerilla leistet ununterbrochen Widerstand.

Das Pressezentrum der Volksverteidigungskräfte (HPG) hat neue Informationen zu der am 17. April gestarteten Invasion der türkischen Armee in Südkurdistan veröffentlicht. Demnach konzentrieren sich die Angriffe weiterhin auf die Region Zap und das Bergmassiv Werxelê in Avaşîn. Die Guerilla leistet ununterbrochen Widerstand. Bei den in der Erklärung aufgelisteten Aktionen, die sich über ein weites Gebiet erstrecken und mit moderner Guerillataktik durchgeführt werden, sind nach HPG-Angaben 34 Soldaten der türkischen Armee ums Leben gekommen. Sechs Soldaten wurden verletzt, eine Drohne wurde getroffen.

Avaşîn

Zu den Einzelheiten teilt die HPG-Pressestelle mit, dass die YJA Star die Invasionstruppen im Gebiet Werxelê am Dienstag um 15.30 Uhr mit schweren Waffen angegriffen hat. Bei der Aktion wurden zehn Soldaten getötet und zwei weitere verletzt.

Am selben Tag wurden um 17.30 und 17.50 Uhr Sabotageaktionen gegen Soldaten verübt, die sich in dem Gebiet bewegten. Zwei Soldaten kamen dabei ums Leben.

Zap

In dem in der Zap-Region gelegenen Teil des Widerstandsgebiets Werxelê griff die Guerilla die Besatzungstruppen am 18. April von zwei Seiten an, dabei wurde ein Soldat getötet.

Im Gebiet Karker in der Zap-Region wurden bereits am 17. April um 21 Uhr Hubschrauber angegriffen, die Truppen am Girê Şehîd Ciwan absetzen wollten. Die Hubschrauber entfernten sich daraufhin ohne Landung. Am nächsten Tag wurde ein Soldat im Gebiet Karker erschossen, als die Armee eine Stellung errichten wollte. Eine weitere im Aufbau befindliche Stellung wurde zwei Mal mit schweren Waffen angegriffen. Am Dienstagmorgen um 7 Uhr wurde eine Drohne am Girê Şehîd Ciwan getroffen. Um 11 Uhr folgte ein Angriff mit schweren Waffen, bei dem sechs Soldaten getötet und vier weitere verletzt wurden.

Im Widerstandsgebiet Şehîd Rûstem wurde am 18. April um 13 Uhr eine türkische Einheit bei der Stationierung am Girê Şehîd Agir angegriffen, ein Soldat kam ums Leben.

Ebenfalls am Montag versuchten die türkischen Truppen drei Mal, in das Widerstandsgebiet Kunîşka einzudringen. Die Guerilla konnte den Vormarsch stoppen und die Soldaten zum Rückzug zwingen. Das Gebiet wurde daraufhin massiv bombardiert. Am Dienstag um 15.30 Uhr erfolgte ein weiterer Versuch der türkischen Armee, der erneut zurückgeschlagen wurde.

Ebenso konnte am Montag ein Vorrücken zum Girê Şehîd Tufan durch zweimaligen Einsatz von schweren Waffen von der Guerilla verhindert werden. Am Dienstag um 9.20 und 11 Uhr wurden in dem Gebiet drei Soldaten bei einer Sabotageaktion getötet.

Am 19. April rückten türkische Bodentruppen aus der von der PDK kontrollierte Ortschaft Şîladizê in Richtung des Widerstandsgebiets Kuro Jahro vor, um am Girê Şehîd Şemdîn Stellung beziehen. Die Guerilla ging mit Sabotagetaktik gegen den Besatzungsversuch vor, zwei Soldaten wurden getötet. Die Militärbewegungen in der Umgebung von Şîladizê dauern weiter an. Am Girê Şehîd Çiyager wurden am selben Tag zwei Soldaten von Scharfschützinnen der YJA Star erschossen. Am Abend wurde eine von der YJA Star angeführte koordinierte Guerillaaktion gegen eine türkische Einheit durchgeführt, die ein Lager am Kuro Jahro errichten wollte. Dabei wurden fünf Militärs getötet, darunter ein Offizier. Am Girê Şehîd Harûn wurde ein Soldat am 19. April um 10 Uhr bei einer Sabotageaktion getötet.

Massive Bombardierung der Guerillagebiete

Wie die HPG weiter mitteilen, haben am 17. und 18. April 47 Luft- und Artillerieangriffe der türkischen Armee auf die Gebiete Kuro Jahro, Karker, Şehîd Şahîn, Çemço, Sîda, Rênçbiraxa und Şikefta Birîndara stattgefunden. Die Gebiete Girê Cûdî, Girê Amediye und Girê FM in der Zap-Region wurden am 18. April 19 Mal bombardiert. Der Girê Hakkari in Metîna wurde am selben Tag sechs Mal bombardiert.