„Verändern wollte ich eine Menge“ – Lesung in Celle

Am Sonntag hatte die feministischen Organisierung „Gemeinsam kämpfen!“ in Celle zu Café und Lesung von „Verändern wollte ich eine Menge – Aus dem Leben der Internationalistin Ellen Stêrk“ eingeladen. In schönem Ambiente kamen 25 Menschen zusammen.

Am Sonntag, den 12. Juni 2022, hatte die Celler Ortsgruppe der „Feministischen Organisierung: Gemeinsam kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie“ zum Café-Besuch ins Bunte Haus eingeladen. Es war ein großer Tisch mit Büchern und Broschüren aufgebaut. Im Vordergrund stand hierbei das neu erschienene Buch „Verändern wollte ich eine Menge – Aus dem Leben der Internationalistin Ellen Stêrk“ des Herausgeber:innenkollektivs „Gemeinsam kämpfen!“, denn dies sollte im Anschluss an das Café vorgestellt werden.

Gegen 17 Uhr versammelten sich ca. 25 Menschen für die Lesung im Außenbereich, wo Sonnenschein und Pflanzen die schöne Atmosphäre verstärkten. Nachdem zu Beginn kurz auf die aktuelle Lage in Kurdistan eingegangen und auf die Kampagne „Justice for Kurds“ hingewiesen wurde, startete die Lesung. Die beiden Referentinnen wechselten immer wieder zwischen Erzählungen und Buchstellen, wodurch ein Gesamteindruck des Buches entstehen konnte. „Durch dieses Hin und Her zwischen Lesen und persönlich oder zusammenfassend Erzählen ist die Geschichte sehr, sehr nah gebracht worden, das war bemerkenswert“, sagte später ein Besucher.

Die vorgelesenen Textstellen entstammten verschiedenen Kapiteln des Buches und gaben teils Ellens Worte wieder, teils die ihrer Freund:innen. Eine Besucherin bezog sich auf den Brief einer Freundin aus Nordkurdistan, die sich in dem Buch an ihre Zeit mit Ellen erinnert und ihre unterschiedlichen Welten beschreibt: „Insbesondere diese Passage hat mich den Tränen nahe gebracht. Es ist so beeindruckend, dass es möglich ist, trotz so großer Unterschiede, trotz dessen, dass Menschen einander wie ,Aliens' erscheinen, sie sich doch so nahe kommen können – wir uns doch so nahe kommen können. Es ist möglich, so wahnsinnig große Brücken zu bauen und einander zu verstehen. Das war unglaublich schön und berührend zu hören.“

Nach der Buchvorstellung, deren Lebendigkeit durch eine Foto-Show erweitert wurde, entstand in lockerer Runde ein Gespräch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener feministischer und Frauenbewegungen.

Über Anfragen für Lesungen freut sich das Herausgeber:innenkollektiv. Sie können hierfür unter [email protected] kontaktiert werden.

Die nächsten geplanten Lesungen:

Freitag, 1. Juli 2022, Roter Platz, Fusion-Festival

Sonntag, 3. Juli 2022, 10.30 bis 12.30 Uhr auf dem feministischen Jugendcamp in Heideruh, https://www.heideruh.de/fem_camp/

Montag, 4. Juli 2022, 18.00 Uhr, Leipzig