Nein zum Krieg – Demonstration in Hamburg

Am Samstag rief das Hamburger Bündnis „Nein zum Krieg – Frieden für Rojava und Syrien“ zur Demonstration auf, an welcher 1000 Menschen teilnahmen.

In Hamburg fand am Samstag eine Demonstration unter dem Motto „Nein zum Krieg – Frieden für Rojava und Syrien“ statt. Zum Auftakt um 14.00 Uhr im Schanzenviertel wurde zunächst eine Auftaktkundgebung gehalten, zu welcher verschiedene Redebeiträge zu hören waren. Neben NAV-DEM, der MLPD, dem Hamburger Forum für Frieden und weltweite Abrüstung, der GEW, dem Arbeitskreis Frieden von Ver.di, der IL – Interventionistische Linke sprach auch Zaklin Nastic, Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, welche selbst im Juni 2018 Rojava besuchte.


Christoph Kleine von der IL betonte, dass Rojava ein Ort der Hoffnung sei. „Hoffnung darauf, dass Menschen zusammenleben, ohne sich entlang von ethnischen oder religiösen Linien spalten zu lassen. Hoffnung, dass das jahrhunderte- und jahrtausende alte Patriarchat überwunden werden kann und das die Geschlechter gleichberechtigt sein können. Hoffnung, dass Basisdemokratie und Selbstbestimmung in einer Region möglich sind, in der stets die Diktatoren, die Potentaten oder die Kolonialmächte geherrscht haben. Hoffnung ganz allgemein auf eine bessere Welt des Friedens und der Gerechtigkeit – jenseits von Imperialismus und Kapitalismus.“ Zudem forderte die IL, 2019 zum Jahr der Verteidigung Rojavas zu machen und die Kumpanei der Bundesregierung mit dem türkischen Regime besonders auch hier anzugreifen.

NAV-DEM betonte, dass auch im aktuellen Kontext der sich ständig wandelnden Interessenlagen der Staaten niemand in Rojava mehr als taktische Bündnisse erwartete. Es sei wichtig zu wissen, „dass die hoffnungsvolle Perspektive und die revolutionären Bemühungen in Rojava und Nordsyrien keine ernsthafte Unterstützung von Seiten der Staatsmächte erwarten und sich nicht auf sie verlassen. Wie sonst ist es möglich, dass die Gefahr besteht, diejenigen Kämpferinnen und Kämpfer, welche den IS besiegt haben, nun den Islamisten aus Ankara zu opfern? Die eigentliche Kraft, die Rojava hat, ist zum einen die eigene und was wichtiger ist, zum anderen die Kraft der Solidarität von Demokraten, Sozialisten, Anarchisten, Libertären, Humanisten, Feministen, Ökologisten überall auf der Welt.“

Bei wechselhaften Hamburger Wetter lief der Demozug durch St. Pauli und anschließend zum Jungfernstieg in die Innenstadt, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Dort wurden zwei abschließende Beiträge von der feministischen Kampagne „Gemeinsam Kämpfen“ und von Attac gehalten, anschließend fand die Demo ihren Abschluss.