Iran sichert Assad weitere Unterstützung zu

Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ist der syrische Machthaber Bashar al-Assad nach Teheran gereist und hat sich dort mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getroffen.

Zum ersten Mal seit Beginn des Bürgerkriegs ist der syrische Machthaber Bashar al-Assad in den Iran gereist. In Teheran traf er sich mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Bei dem offiziellen Staatsbesuch habe Al-Assad der iranischen Führung für die Unterstützung im syrischen Bürgerkrieg gedankt, teilte das syrische Präsidialamt am Montag mit.

Chamenei habe seinerseits Syrien zu den Erfolgen „im Kampf gegen den Terrorismus“ gratuliert und Assad weitere Unterstützung zugesichert. Neben Russland ist der Iran der wichtigste Verbündete Assads in dem seit fast acht Jahren andauernden Krieg. Den Angaben zufolge sprachen Assad und Chamenei über „die brüderlichen und starken Beziehungen zwischen ihren beiden Völkern“, die „der wichtigste Faktor bei der Aufrechterhaltung Syriens und des Iran angesichts der Verschwörungen feindlicher Länder“ gewesen seien.

Unterstützung für „Widerstandsbewegung“

Nach dem Treffen sagte Chamenei, der Iran werde weiter an der Seite der syrischen Regierung und des Volkes stehen. Die iranische Unterstützung sei auch eine für die „Widerstandsbewegung“ gegen die USA und Israel. Assad und Syrien hätten den Kampf gegen eine Koalition der USA, des Westens und ihrer Verbündeten in der Region aufgenommen und erfolgreich zu Ende gebracht.

Bashar al-Assad traf auch den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Er versicherte, dass der Iran auch beim Aufbau des Landes an der Seite Syriens verbleibe.

Iranischer Außenminister verkündet Rücktritt

Unterdessen hat der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif seinen Rücktritt verkündet. „Ich entschuldige mich, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mein Amt weiter auszuüben, und für alle meine Unzulänglichkeiten in meiner Amtszeit“, erklärte Sarif am Montag im Onlinedienst Instagram. Einen Grund für seinen Entschluss nannte er nicht.

Sarif spielte eine wichtige Rolle beim Aushandeln des internationalen Atomvertrags im Jahr 2015. Nach dem Rückzug der USA aus dem Abkommen im vergangenen Mai stand er unter massiver Kritik konservativer Kräfte in Teheran. Mitte Februar hatte Sarif noch an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Dort forderte er die Europäer zu einem robusteren Auftreten gegenüber den USA im Streit um das Atomabkommen auf.