Die lange und mühsame Reise der Kolber und Kesibkar

Jeden Tag stehen Kolber und Kesibkar an der Grenze dem Tod gegenüber und tragen trotz aller Schwierigkeiten ihre Lasten, um ihre lange Reise bis zur Grenze zu beginnen.

Kolber und Kesibkar sind im Grenzhandel tätige Lastenträger. Kolber tragen ihre Lasten auf dem Rücken, Kesikbar transportieren Waren mit ihren Tieren oder auch Fahrzeugen.

Jedes Jahr verlieren im Grenzgebiet von Süd- und Ostkurdistan Dutzende Kolber und Kesibkar bei Angriffen von iranischen Regimekräften ihr Leben oder werden schwer verletzt.

Wegen der schlechten wirtschaftlichen Perspektiven und der hohen Arbeitslosigkeit riskieren sie unter schwierigsten Umständen ihr Leben.

Aus Sicht der Behörden stellen Kolber und Kesibkar ein Sicherheitsrisiko dar.

In 2016 wurden laut einer Dokumentation des in Frankreich ansässigen Kurdistan Human Rights Network (KHRN) 42 Lastenträger von Grenzposten erschossen. Auch in 2017 sind Dutzende verletzt und eine noch unbekannte Zahl getötet worden.

ROJNEWS | MIHEMED HESEN