Gay-Pride-Parade in Istanbul verboten

Auch in diesem Jahr ist in Istanbul und anderen Städten der Türkei die Gay-Pride-Parade für die Rechte von LGBTI verboten worden. Das teilten Mitglieder des Organisationskomitees am Dienstag in einer Pressekonferenz mit.

Wie die Sprecherin Beren Azizi des Organisationskomitees mitteilte, ist auch in diesem Jahr keine Erlaubnis für die Gay-Pride-Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in Istanbul durch den Vize-Gouverneur Ali Özyigit erteilt worden. Die Pride-Week soll am kommenden Montag in Istanbul beginnen und umfasst etwa 70 Veranstaltungen. Zum Abschluss der Woche sollte am 30. Juni der „Marsch des Stolzes“ stattfinden, der jetzt jedoch zum fünften Mal in Folge verboten wurde. Als Ersatz haben die Veranstalter*innen eine Kundgebung am Rande des Stadtviertels Bakirköy angemeldet, über die eine Entscheidung noch aussteht.

Trotz Verbot haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder Schwule, Lesben und Transsexuelle auf den Straßen Istanbuls zu Kundgebungen und Protesten zusammengefunden, die jedoch von der Polizei unter Gewalt aufgelöst wurden.

Auch in anderen Städten der Türkei wie Izmir und Antalya sollen die LGBTI-Veranstaltungen durch ein Verbot verhindert werden.