Unter dem Motto „Share a Book! Come together to share the thoughts of Öcalan!“ haben Aktivist:innen der feministischen Organisierung: „Gemeinsam kämpfen!“ und des Demokratischen Gesellschaftszentrums der Kurd:innen Hannover (NAV-DEM Hannover) Texte von Abdullah Öcalan in der Innenstadt von Hannover verlesen. Passend zu seinem am 27. Februar veröffentlichten Friedensaufruf wurden sein Werk „Roadmap für Verhandlungen“ vorgestellt und die Gedanken des kurdischen Philosophen am Mittwoch aus der Isolation ins Zentrum Hannovers geholt.
Großes Interesse an Alternative
Bei bestem Wetter kamen die Aktivist:innen mit vielen Vorübergehenden ins Gespräch und haben über die immer noch andauernde Isolationshaft des kurdischen Vordenkers aufgeklärt. Viele Passant:innen blieben neugierig stehen und lauschten den Worten Abdullah Öcalans. An einem Büchertisch hatten sie die Möglichkeit, sich weitergehend zu informieren und Material sowie Literatur direkt mitzunehmen.
„In Zeiten des Krieges und Faschismus ist es sehr spannend, eine andere Perspektive auf die politische Lage zu bekommen. Das gibt Hoffnung“, sagte ein Zuschauer. Dem stimmen die Aktivist:innen zu und fordern die Zivilgesellschaft dazu auf, ihren Beitrag zu Frieden und Demokratie zu leisten.
Der Global Öcalan Books Day
Die Kampagne für die Freiheit von Abdullah Öcalan hatte am 10. Dezember 2023, dem Tag der Menschenrechte, zum ersten mal zum „Global Öcalan Books Day!“ aufgerufen und seinerzeit das Motto „Gedanken, die die Gefängnisgitter durchbrechen – Ideen kann man nicht einsperren!“ gewählt. Mit unterschiedlichsten Veranstaltungen in weit mehr als 150 Orten weltweit war der Tag ein voller Erfolg und zeigte das immense Interesse an den Schriften und Ideen des kurdischen Vordenkers. Der Büchertag soll Möglichkeiten bieten, um das Paradigma Abdullah Öcalans besser kennenzulernen und es anderen vorzustellen. Die Initiator:innen resümierten nach dem ersten Books Day: „Öcalan ist ein wirkmächtiger Ideengeber und Visionär, dessen Schriften das gesamte kapitalistische Weltsystem infrage stellen, ein neues Konzept gesellschaftlicher Befreiung skizzieren und Orientierung im Kampf geben. Das Bild, das sich aus den zahlreichen und gut besuchten Veranstaltungen ergeben hat, zeigt das: Er wird massenhaft gelesen, diskutiert und besitzt so echten Einfluss.“