Gedenken an Nubar Ozanyan in Serêkaniyê

Zum ersten Todestag des TIKKO-Kommandanten Nubar Ozanyan richtete die armenische Kirche Qidîsa Hikob einen Gedenkgottesdienst aus.

Am 14. August 2017 starb der TIKKO-Kommandant Nubar Ozanyan (Orhan Bakırcıyan) im nordsyrischen Raqqa im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Am ersten Todestag Ozanyans richtete die armenische Kirche in Serêkaniyê einen Gedenkgottesdienst aus.

Nubar Ozanyan war zeit seines Lebens 40 Jahre lang innerhalb der Arbeiter- und Bauern-Befreiungsarmee der Türkei (TIKKO), dem bewaffneten Arm der Kommunistischen Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch (TKP/ML) aktiv und widmete sein Leben dem revolutionären Kampf.

In den Jahren 1988 bis 1990 war er in Palästina, von 1991 bis 1992 in Bergkarabach (von Aserbeidschan besetztes armenisches Gebiet) und ab 2014 in Südkurdistan. In Rojava nahm Ozanyan später im Kreis der Internationalist*innen am Widerstand in Siluk teil. Nachdem er zwischenzeitlich im nordkurdischen Dersim war, kehrte er zurück nach Nordsyrien, wo er in Raqqa fiel.

An dem Gedenkgottesdienst in der Jakobskirche in Serêkaniyê nahmen heute neben Bewohner*innen der Stadt auch zahlreiche Vertreter*innen politischer und militärischer Institutionen teil.

In einer bewegenden Rede erinnerte der TIKKO-Kommandant Cemil Rojava an den aufopferungsvollen Widerstand für die Unterdrückten, den Ozanyan im Kampf gegen den Faschismus leistete. Rojava sagte: „Sein Heldenmut ist kaum in Worte zu fassen. Nubar Ozanyan hat zeit seines Lebens für die unterdrückten Völker auf ihrer Suche nach Freiheit gekämpft. Dafür nahm er seinen Platz in den Reihen der kommunistischen und revolutionären Bewegungen ein und diente der Menschheit im Widerstand gegen den Faschismus“.