Leichen von sechs HKO-Guerillakämpfer*innen geschändet

Die Leichen von sechs Guerillakämpfer*innen der MKP/ML-HKO, die vor wenigen Tagen bei Gefechten mit dem türkischen Militär in Dersim gefallen sind, wurden geschändet.

In der nordkurdischen Provinz Dersim ist es vergangenen Sonntag und Montag zu Gefechten zwischen Guerillakämpfer*innen der Volksbefreiungsarmee HKO (Halkın Kurtuluş Ordusu), dem bewaffneten Arm der Maoistisch-Kommunistischen Partei MKP (ehemals TKP/ML-TIKKO), und der türkischen Armee gekommen. Bei den Kämpfen am Berg Mercan im Landkreis Pilûr (Ovacık) haben sechs Guerillakämpfer*innen ihr Leben verloren. 

Die Leichname befinden sich im gerichtsmedizinischen Institut in der Provinz Meletî (Malatya). Wie die Zeitung Yeni Demokrasi berichtet, sind die Familien der Gefallenen zur Identifizierung ihrer Angehörigen nach Meletî gereist. Demnach stellten sie dabei fest, dass die Leichen geschändet wurden. Auch in den sozialen Medien aufgetauchte Fotos zeigen deutliche Spuren von Leichenschändung. Die Körper der Getöteten weisen im Gesicht und an den Händen starke Verbrennungen auf, die den Kämpfer*innen offenbar erst nach dem Tod zugefügt wurden. Bis auf den Leichnam des Kämpfers İlker Tezer (Yusuf Parti), der gestern im Dorf Yarımkaya beigesetzt wurde, konnten die Gefallenen nicht identifiziert werden.